Geschichtliche Entwicklung

Der Franzose MALOUIN entdeckte im Jahre 1742 die Möglichkeit, Stahlteile durch Eintauchen in flüssiges Zink vor Korrosion zu schützen. Erst 100 Jahre später fand sein Landsmann SOREL ein wirtschaftliches Verfahren, um Stahl vor dem Verzinken zu beizen, eine Grundvoraussetzung, um überhaupt einen Zinküberzug mit brauchbaren Eigenschaften zu erzeugen. Jetzt erst wurde die Verzinkungstechnik individuell eingesetzt, allerdings zunächst nur für Teile des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel bei Eimern, Kannen, Badewannen usw.
Mit der stürmischen industriellen Entwicklung in diesem Jahrhundert wuchs der Bedarf an langlebigen Stahlkonstruktionen. Damit entwickelten sich die früher mit der Verzinkungstechnik befassten rein handwerklichen Betriebe zu beachtlichen Industrieunternehmen.

Korrosionsschutz mit Zink

 

Feuerverzinken -
Stückverzinken:
Diskontinuierliches Schutz-
verfahren,bei welchem die zu verzinkendenTeile in schmelzflüssiges Zink getaucht werden

(Stückverzinkung nach DIN 50976)

Feuerverzinken im
Durchlaufverfahren:
Kontinuierliches Schutzverfahren
für Stahlblech, Bandstahl (deshalb
Bandverzinken nach DIN/EN 10142
bzw. DIN/EN 10147) und Draht
(nach DIN 1548), welche in
automatisch betriebene Anlagen
einen Zinküberzug im
Durchlaufverfahren durch
schmelzflüssiges Zink erhalten.

Galvanisches bzw.
elektrolytisches Verzinken:
Schutzverfahren durch Aufbringen eines Zinküber-
zuges  in wässrigen
Elektrolyten mit Gleichstrom; in
Einzelbädern (DIN 50961) oder im Durchlaufverfahren.
Thermisches Spritzen mit
Zink bzw. Spritzverfahren
(nach DIN 8565):
Schutzverfahren, bei welchem
mittels einer speziellen Spritzpistole
aufgeschmolzenes Zink  auf die
Oberfläche des zu verzinkenden Teils aufgespritzt wird.  
Metallische Überzüge mit
Zinkstaub:
Schutzverfahren unter Verwendung
von Zinkstaub, durch das
mechanische (Mechanisches
Plattieren) oder durch Diffusion
(Sheradisieren) Zinküberzüge bzw.
Eisen-Zink-Legierungsschichten auf geeignete Werkstücke aufgebracht wird.
Kathodischer
Korrosionsschutz:
Schutzverfahren für Stahl durch
Kontakt mit einer Anode aus Zink in
Gegenwart eines Elektrolyts. Dabei
geht das unedlere Metall
(=Opferanode aus Zink) in Lösung,
während der Stahl (als Kathode)
nicht angegriffen wird.
Zinkstaubbeschichtung:
Schutzverfahren, bei dem
zinkstaubpigmentierte
Beschichtungsstoffe als
Schutzschichten auf Stahlteile
aufgebracht werden.